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NIRVANA Die wahre Kurt-Cobain-Story Michael Azerra von musicoholic

NIRVANA Die wahre Kurt-Cobain-Story Michael Azerra Beschreibung:
Broschiert: 381 Seiten
Verlag: Hannibal, Verlagsgruppe KOCH (November 1999)
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 3854450990
Größe: 20,9 x 13,9 x 2,7 cm

Kurzbeschreibung
Kurt Cobain, der "Kronprinz der Generation X" (Newsweek), erschoß sich am 8. April 1994 in seinem Haus in Seattle - wenige Monate zuvor hatte er dort gemeinsam mit Autor Michael Azerrad die Arbeit an dieser einzigen autorisierten Nirvana-Biographie beendet. In schonungsloser Ehrlichkeit erzählt Kurt Cobain über sein Leben, von der freudlosen Jugend in einer Kleinstadt, seinen emotionalen Verletzungen und physischen Leiden bis zu der Betäubung mit Drogen und dem zornigen Weltschmerz in seiner Musik, der ihn innerhalb nur weniger Jahre in die ungewollte Rolle eines Kulthelden katapultierte."Eine faszinierende Story, die vor dem tatsächlichen Selbstmord Ursachenforschung betreibt."
(ME/Sounds)
"... Kurt Cobain war und ist ein solcher Popstar. Als Gitarrist, Sänger und Texter der Band Nirvana, die einer ganzen Welle punkorientierter Rockmusik den Durchbruch zu kommerziellen Meriten ermöglichte, war Cobain eine der Kristallisationsfiguren für die neue Jugendbewegung der neunziger Jahre ..."
(Stephan Hentz, Neue Zürcher Zeitung)

Der Autor hatte als einer der wenigen die Möglichkeit, Kurt oft selbst zu sprechen um die Punkte für die Biographie durchzugehen. Somit ist "Come As You Are" wenn man so will mitverfasst von Kurt Cobain. Er konnte das einbringen, was wichtig für ihn persönlich ist, was seiner Meinung nach die Leute wissen sollten und was sie u.a. nie verstehen werden. Ganz einfach aus diesem Grund KANN es keine ehrlichere und bessere Biographie geben, auch nicht wenn gewisse Autoren in Tagebüchern einer Person herumschnüffeln, welche Person das sicher gehasst hätte.

Die Umsetzung des Buches ist gelungen, mit mehreren Bildern aus früher und später Zeit von Kurt und von Nirvana. Es beginnt bei der jungen Familie Cobain in Aberdeen und endet bei der Trauerfeier von Kurt Cobain.
Zwischendrin liegt Nirvana.

Der Anfang, die Bandmitglieder, die Platten, die Probleme, das Ende.

Liefer-Info: versende per Post oder übergebe persönlich...
Zustand: geringe Gebrauchsspuren. Gut erhalten.
Tags: Buch, Bücher, Biographie, Nirvana, Kurt Cobain, Musik, grunch, come as you are,

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NIRVANA Die wahre Kurt-Cobain-Story Michael Azerra
NIRVANA Die wahre Kurt-Cobain-Story Michael Azerra

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Kommentare

1.) Auf der Rückseite steht: "Michael Azerrad [...], einer der besten Kenner [...] der Grunge-Bewegung [...]. Aber ist der Begriff Grunge nicht totaler Blödsinn? In einem Interview hat sich sogar Curt Cobain darüber lustig gemacht. Angeblich haben die Jungs von Nirvana den Begriff erfunden, als sie von einem Reporter nach der Bezeichnung für ihre Musik gefragt wurden.

2.) Der Begriff Grunge kam zum allerersten Mal in den 60er und 70er Jahren auf, um damit den Stil einiger Musiker und Bands zu beschreiben, daher war damals Grunge noch weniger als eigenes Subgenre angesehen, denn mehr als besonders markantes aber passendes Eigenschaftswort. Neil Young (& Crazy Horse), Iggy Pop (& The Stooges) und The Velvet Underground beispielsweise fielen zu dieser Zeit im Vergleich zu anderen Bands des Rock-Genres besonders auf, da sie ziemlich experimentierfreudig waren was Feedback-Effekte (Geräusche die durch die „Rückkoppelung“ der E-Gitarre entstehen) anging. Zudem wirkte das Gitarrenspiel der genannten Musiker oft weniger „sauber“ und „glatt“, als bei den musikalischen Referenzen dieser Dekaden. Vielmehr sollte der Sound roh und ungeschliffen wirken, was durch oftmaligen Einsatz von Verzerreffekten besonders hervorgehoben wurde. Auch wurden die Aufnahmen in der Regel wenig bis gar nicht im Studio bearbeitet. Dadurch wirkte die Musik generell „unkonventionell“ und „unabhängig“. Dieser Stil prägte den Sound der Musikszene aus Seattle, welche Ende der 80er und Anfang der 90er aufkam. Erst zu dieser Zeit und der kontinuierlich steigenden Popularität von Bands wie Nirvana, Pearl Jam, Alice in Chains oder Soundgarden wurde das Subgenre „Grunge“ geboren.

Zu den ersten Bands, die in diesem Bereich experimentierten, gehörten Wipers und Mission of Burma, deren Stil in den späten 70ern und frühen 80ern dem vorherrschenden Punk-Publikum zu rockig oder, im Falle von Mission of Burma, zu komplex waren. Später folgte Hüsker Dü, deren Ursprünge in der Punkszene lagen. Sie kombinierten die Energie des Punk-Rock mit dem komplexeren Songwriting des Rock und erreichten damit Mitte der 80er ein größeres Publikum. Einen Schritt weiter bewegten sich Dinosaur Jr., die mit ihrer Nähe zum klassischen Rock im Stile von Neil Young und einem extrem übersteuerten Gitarrensound mit Wah-Wah-Effekten, im Stil des Garagenrock der 60er Jahre, viel Aufmerksamkeit erregten. Weitere Einflüsse waren Sonic Youth, Big Black, Butthole Surfers und andere Vertreter des Noise-Rock. Die Veröffentlichungen ganzer Labels wie z.B. Homestead Records, SST Records oder Amphetamine Reptile waren ausschlaggebend. Prägend für die Szene waren College-Radios, in denen viel von dieser Independent-Musik zu hören war und der provinzielle Charakter der Region um Seattle, eine Gegend in der nur unbekannte Musiker eine Auftrittsmöglichkeit suchten.

Mitte der 1980er bildete sich ein Kern in der Szene Seattles zu denen neben Green River, Soundgarden, U-Men auch The Melvins gehörten. Zu diesem Zeitpunkt entstand auch der Begriff Grunge.

Später, im Jahr 1988, wurde in Seattle der Sub Pop Singles Club gegründet, ein Label auf dem die ersten Aufnahmen lokaler Bands wie Tad, Mudhoney, Nirvana und Soundgarden erschienen. Ein großer Teil der Aufnahmen wurden von Jack Endino produziert und es kristallisierte sich ein Klang heraus, den man für geeignet hielt, als Seattle Sound vermarktet zu werden. Ein Jahr später wurde ein Rockjournalist des britischen Melody Maker-Magazins auf diese Produktionen aufmerksam, worauf im März 1989 der umfangreiche Artikel Seattle, Rock City erschien. In Seattle sorgte dieser Artikel für große Aufregung. Der Rest der Welt zeigte nur mäßiges Interesse. Das änderte sich schlagartig mit dem Erscheinen des zweiten Albums Nevermind von Nirvana im September 1991. Auslöser des Grunge-Hypes war der Song Smells Like Teen Spirit von jenem Album. Dank des häufigen Einsatzes des Musik-Videos bei MTV avancierte der Song zum Hit. Inzwischen ist dieser Clip sogar der meist gespielte Videoclip auf Mtv (Platz 2: Black Hole Sun - Soundgarden, Platz 3: Under the bridge - Red Hot Chili Peppers) Die Musikindustrie und die Medien entwickelten fortan ein ausgeprägtes Interesse für jeden in Seattle, der eine Gitarre bedienen konnte. Das Magazin Spin beschrieb es in der Dezember-Ausgabe von 1992 mit den Worten: „Seattle ist momentan für die Rockwelt, was Bethlehem für das Christentum ist.“ Bands ohne Plattenvertrag wurden plötzlich unter Vertrag genommen. Andere Bands, die schon bei einem Independent-Label unter Vertrag waren, wurden per Vertriebsverträgen an die großen Plattenfirmen weitergereicht. Die Kommerzialisierung der Szene ging sehr schnell. Markante Bekleidungsstücke wie das Flanellhemd wurden als neue Mode verkauft. Dabei waren Flanellhemden im Alltag der Region von Seattle seit Jahrzehnten ein beliebtes Kleidungstück bei jung und alt. So wurde ein banaler Alltagsgegenstand zum Dresscode der neuen Grunge-Szene.

Nicht nur durch den Tod des Sängers Kurt Cobain von Nirvana im April 1994 fand Grunge ein jähes Ende. Ursache waren auch die immer größer werdenden persönlichen oder künstlerischen Differenzen innerhalb einiger Bands, die durch den Druck von außen (Presse, Medien) zusätzlich angeheizt wurden. Die Musikindustrie und die Medien ersetzten den Begriff Grunge durch den Begriff Alternative. Damit öffnete man die Szene für neue Bands und stilistische Varianten.

Kritik [Bearbeiten]

Der Grunge-Hype war bei den Kritikern ein beliebtes Angriffsziel. Die Entwicklung zeigt, wie die Musikindustrie mit einer handvoll Bands und deren Auftreten, im Bezug auf Aussehen und Attitüde, einen Hype produzierte, von der sie noch heute zehrt. Während einige der sog. Grunge-Bands für die erfolgte Kommerzialisierung mitverantwortlich gemacht werden können, da sie der Welt die geistige Haltung vorgaben, die als diesem Musikstil innewohnend angesehen wurde (sich selbst bemitleidend), versuchten die meisten anderen Bands nicht den Erwartungen der Öffentlichkeit zu entsprechen, indem sie wieder härtere Songs schrieben und die Produktionen insgesamt rauher ausfielen. Doch neben dem erwünschten Aspekt, dem Austreten aus dem Fokus der Öffentlichkeit, kamen auch negative (finanzielle, persönliche) hinzu. So kam es, dass sich nach dem Tode Cobains die meisten Grunge-Bands auflösten (Tad, Soundgarden, Screaming Trees, etc.) oder aus dem Blickfeld der breiteren Masse verschwanden.

3.) Wow, danke für die ausführliche Info! Bin begeistert.